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Das Schloss

Ursprung und Bau des Castello di Muggia (14. Jahrhundert)
Die Geschichte des Castello di Muggia begann im späten 14. Jahrhundert nach einem Aufstand gegen die Herrschaft des Patriarchen, angeführt von dem venezianisch gesinnten Adligen Raffaele di Ser Steno. Nachdem der Patriarch von Aquileia, Marquardo di Randeck, die Revolte im November 1374 mit einem friaulischen Heer niedergeschlagen hatte, ordnete er den Bau einer Festung auf dem Hügel Montalbano an. Die zwischen Ende 1374 und 1399 unter der Leitung von Federico di Savorgnan errichtete Anlage integrierte einen bereits vorhandenen Wachturm (*Turris Aquilegiensis Ecclesiae*) sowie Steinmaterial aus den abgetragenen mittelalterlichen Stadtmauern. Die Burg entstand nicht als Symbol städtischer Freiheit, sondern diente vornehmlich dazu, die aufständische lokale Bevölkerung zu kontrollieren und das unter der Lehnsherrschaft des Patriarchen stehende Gebiet zu verteidigen.

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Venezianische Herrschaft und bauliche Entwicklung
Mit der Unterstellung Muggias unter die Herrschaft Venedigs im Juli 1420 endete die Kontrolle des Patriarchen, und die Verwaltung der Festung ging an die Republik Venedig über. Venedig setzte einen Offizier – den sogenannten Castellano – sowie eine kleine Garnison ein, um die strategisch wichtige Stellung der Burg zur Sicherung Istriens zu wahren. Im Laufe der Jahrhunderte war die Burg nur selten in militärische Auseinandersetzungen verwickelt – erwähnenswert ist vor allem der Beschuss mit Kanonen während eines Konflikts im Jahr 1511 –, doch ihre bauliche Gestalt wandelte sich im Laufe der Zeit. Historische Aufzeichnungen und Zeichnungen legen nahe, dass die ursprüngliche Festung wahrscheinlich über zwei quadratische Türme verfügte, die durch eine Ringmauer verbunden waren; aufgrund mangelnder Instandhaltung war die Anlage jedoch bis zum frühen 19. Jahrhundert weitgehend auf ihre Außenmauern reduziert.

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Umgestaltung im 20. Jahrhundert und Übergang in Privatbesitz

Bis 1818 war das Anwesen in Staatsbesitz zu einer Ruine verfallen, bevor es in private Hände überging. Im Jahr 1903 erwarb der Apotheker Giacomo Derossi das Grundstück und leitete erste Renovierungsarbeiten ein, darunter den Bau des markanten zentralen Turms in den Jahren 1904–1905. Nach Phasen der Aufteilung unter Erben, der Nutzung als deutscher Militärstützpunkt während des Zweiten Weltkriegs (1943–1945) und der Unterbringung von Vertriebenenfamilien wurde die Burg 1991 von dem Bildhauer Villi Bossi und seiner Frau gekauft. Bossi restaurierte das Bauwerk umfassend und erwarb 1993 sogar die originalen Holztore der Basilika von San Giusto, die er an den Eingängen einbaute, nachdem diese im Vorjahr ersetzt worden waren. So verwandelte er die historische Ruine erfolgreich in ein Wohnhaus und Atelier.

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Ein neues Kapitel: Öffentlicher Zugang und kulturelles Erbe
Die Familie Bossi bewohnte das Anwesen bis Ende 2025; anschließend wurde die Immobilie an Culture Arti e Saperi srl verkauft, ein lokales Unternehmen, das von der AlessioGe-Stiftung gefördert wird. Nach der offiziellen Genehmigung durch die Denkmalschutzbehörde ging das Eigentum im März 2026 vollständig über. Mit diesem neuen Kapitel soll die jüngste Vergangenheit als Privatwohnsitz hinter sich gelassen und stattdessen das reiche Erbe des Schlosses bewahrt, die Tore für die Öffentlichkeit geöffnet und der historische Ort als kulturelles Ausflugsziel etabliert werden.

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Marquardo di Randeck, Patriarch von Aquileia

Giacomo Derossi

Von Links Nach Rechts: Gabriella Bossi, Federica Alessio, Aurora Spoliarich und Villiano Bossi

Villiano Bossi und seine Frau Gabriella mit den neuen Hütern von Castello di Muggia, Federica Alessio und Aurora Spoliarich

Catalanotti, S. (o. D.). Il Castello di Muggia: La storia [Burg Muggia: Die Geschichte] [Unveröffentlichtes Manuskript].

Giacomo Derossi

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